Reiko Kobayakawa wurde am 22. Mai 1988 in der Präfektur Tokio geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in einem typisch japanischen Vorort, wo sie eine eher zurückhaltende Schülerin war. Nach dem Abschluss der Oberschule arbeitete sie zunächst in einem Büro, bevor sie durch Zufall auf die Erwachsenenunterhaltungsindustrie aufmerksam wurde. In Interviews berichtete sie später, dass sie sich schon früh für Mode und Fotografie interessierte, aber nie eine Karriere in diesem Bereich in Betracht gezogen hatte. Ihr erster Kontakt mit der Branche erfolgte über eine Freundin, die als Model arbeitete. Nach mehreren Überlegungen entschloss sie sich im Alter von 24 Jahren, bei einer Agentur vorzusprechen.
Ihr Debüt als Darstellerin gab Kobayakawa im Jahr 2012 unter dem Label Madonna. Bereits ihr erster Film erregte Aufmerksamkeit, da sie mit einer natürlichen Ausstrahlung und einer ungezwungenen Art vor der Kamera agierte. Anders als viele Neueinsteigerinnen setzte sie von Anfang an auf eine authentische Darstellung realitätsnaher Szenen. Ihr Agent betonte in einem Brancheninterview, dass Kobayakawa nie versuchte, eine bestimmte Rolle zu spielen, sondern stets sich selbst einbrachte. Diese Ehrlichkeit wurde schnell zu ihrem Markenzeichen. Innerhalb der ersten sechs Monate ihres Vertrags drehte sie bereits mehr als zehn Produktionen, hauptsächlich für das Genre der reifen Frauen, da sie mit Anfang 20 bereits eine reifere Ausstrahlung hatte.
Nach zwei Jahren im Geschäft begann Kobayakawa, ihr Image bewusst zu verändern. Sie ließ sich längere Haare wachsen und wählte Rollen, die mehr Tiefe verlangten. In einem Interview mit einem japanischen Magazin erklärte sie, dass sie sich nicht auf ein bestimmtes Stereotyp festlegen lassen wollte. Stattdessen suchte sie nach Drehbüchern, die Geschichten über zwischenmenschliche Beziehungen erzählen. Besonders hervorzuheben ist ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur Yoshiki Kato, der sie in mehreren dramatischen Werken besetzte. Diese Filme zeigten Kobayakawa in emotional fordernden Szenen, die weit über die reine Darstellung physischer Interaktion hinausgingen. Kritiker lobten ihre Fähigkeit, Verletzlichkeit und Stärke gleichzeitig zu transportieren.
Ab 2016 gewann Kobayakawa auch außerhalb Japans an Popularität. Internationale Fanseiten und Foren diskutierten über ihre Arbeiten, insbesondere über eine Serie von Filmen, die in westlichen Städten gedreht wurden. Sie selbst nutzte soziale Medien wie Twitter und Instagram, um Einblicke in ihren Alltag zu geben. Allerdings hielt sie ihre private Sphäre stets strikt von der Öffentlichkeit getrennt. In einem Blog-Beitrag schrieb sie, dass sie es genieße, ihre kreative Seite zu zeigen, aber nicht ihr gesamtes Leben preisgeben wolle. Ihre Fangemeinde schätzte diese Balance zwischen Zugänglichkeit und Distanz. Ein bemerkenswerter Moment war ihre Teilnahme an einer Live-Fragestunde auf einer japanischen Plattform, bei der sie offen über die Herausforderungen ihres Berufs sprach, etwa über die psychische Belastung durch Dreharbeiten und die Notwendigkeit von Pausen.
Nach fast einem Jahrzehnt in der Branche reduzierte Kobayakawa ab 2021 ihre Arbeitsbelastung. Sie konzentrierte sich auf ausgewählte Projekte, darunter eine limitierte Serie mit experimentellem Charakter, in der sie als Produzentin mitwirkte. Gleichzeitig begann sie, jüngere Darstellerinnen zu coachen und gab Workshops zur Selbstvermarktung. In einem Podcast berichtete sie, dass ihr dieser Perspektivwechsel neue Energie gegeben habe. Ihre Erfahrung als etablierte Darstellerin nutzte sie, um über faire Arbeitsbedingungen in der Industrie zu sprechen. Bis heute ist Kobayakawa gelegentlich in Gastrollen zu sehen, aber ihr Fokus liegt auf der Arbeit hinter der Kamera. Sie lebt weiterhin in Tokio und betreibt einen kleinen Modeblog, auf dem sie ihre Liebe zu minimalistischen Outfits teilt.